Gottesdienst zur Zukunft unserer Städte
„Suchet der Stadt Bestes“ – Gottesdienst zur Zukunft unserer Städte. Vorlaufende Predigt in der Salvatorkirche vor einer Mercator-Matinée zum Thema „Megacities“. Ob Duisburg oder Chongqing: Städte sind der Lebensraum der Mehrheit der Menschheit – heute wie 2050. Einer Prognose der Vereinten Nationen nach, wird nahezu 70 Prozent der Weltbevölkerung in gut 20 Jahren in Städten leben. Während viele deutsche Großstädte schrumpfen, wachsen andernorts Megacities mit bis zu 30 Millionen Einwohnern heran – Lebensräume, die planerisch, kulturell und sozial vor Herausforderungen stehen, wie es sie bisher kaum gab. Schon vor rund 2600 Jahren stand ein Volk vor einer ganz ähnlichen Erfahrung: Im babylonischen Exil fanden sich die Israeliten plötzlich in einer riesigen, fremden Großstadt wieder, die sie sich nicht ausgesucht hatten. Der Prophet Jeremia gibt ihnen einen überraschenden Auftrag mit auf den Weg: „Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s auch euch wohl.“ (Jeremia 29,7). Kein Rückzug, keine Verweigerung – sondern die Aufforderung, sich aktiv für das Wohl des fremden, oft überfordernden urbanen Lebensraums einzusetzen. Was bedeutet dieser uralte Auftrag für uns, die wir heute mit den Fragen von Verstädterung, Wachstum und Zusammenleben in unseren eigenen Städten ringen? Dieser Frage wollen wir im Gottesdienst am 15. November, um 10 Uhr in der Salvatorkirche nachgehen. Danach besteht Gelegenheit für den Besuch der Mercator-Matinée im Kultur- und Stadthistorischen Museum, die um 11:15 Uhr beginnt.
