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Gottesdienst mit Ausstellungseröffnung

29. Mai 2016, 08:00 Uhr

Ein kunstvoller Blick auf Salvator.
Über viele Jahrhunderte war Kunst vor allem Auftragskunst. Zumindest, wenn sie nicht im Privaten verweilen, sondern ins Öffentliche hinaus wollte. Als anerkannt galt weiterhin, wenn private- oder öffentliche Hände bereit waren zu zahlen. Eine dieser maßgeblichen „öffentlichen Hände“ waren auch die Kirchen. Sie beauftragten die Künstler aller Zeiten, dass sie Werke schaffen sollten, die dann ihre Kirchen und Klöster schmücken und verschönern sollten. Damit galt aber auch, dass derjenige, der zahlte, auch bestimmte, was gemalt wurde. Die Auseinandersetzung um das „Richter-Fenster“ im Kölner Dom, das den Zorn des Joachim Kardinal Meisner auf sich zog, zeigte zuletzt in öffentlicher Diskussion, wie schwer sich manche Kirchenfürsten bis in unsere Tage damit tun, die Kunst und die Freiheit des Künstlers zu akzeptieren. Könnten sie doch stattdessen die empfundene Provoka- tion als Anregung zur inneren Auseinandersetzung kreativ nutzen.
Seit vielen Jahren ist die Salvatorkirche auch ein Raum, in dem die Kunst sich zur Schau stellt und zur Anregung und Diskussion anregen will.
Nun sind Duisburger Künstlerinnen und Künstler vom „Duisburger Künstlerbund“ angefragt, ihren Blick auf unsere Kirche in ihre Sprache umzusetzen. Seit über 90 Jahren gibt es diese Vereinigung von Malern, Bildhauern und Fotografen unserer Stadt, die als „Notgemeinschaft Duisburger Künstler“ sich gründete und immer wieder mit ihren Werken das Gespräch mit den Bürgern suchte und sich der Kritik und Auseinandersetzung stellte. Mittlerweile ist der gemeinsame Schaffens- und Kreativitätsort das Künstlerhaus an der Goldstraße. Somit liegt ihr Kristallisationspunkt mitten in unserer Gemeinde. Damit steigt die Spannung, wie ihr Blick auf unsere Kirche sich umsetzen mag in ihr Schaffen. Sicherlich auch hier Anfragen, Wertungen, Würdigungen und Diskussionsgrundlagen, um nicht nur ihren Blick „von außen“ wahrzunehmen, sondern ihn als produktiven Auseinandersetzungsanreiz zu nehmen.
Die Eröffnung der Ausstellung wird im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntag, dem 29. Mai stattfinden. Im Gottesdienst wird ein Werk im Mittelpunkt der Betrachtung und im Gegenüber zum Predigttext stehen. Am Donnerstag, dem 16. Juni, ab 19 Uhr werden wir die „plastikBAR“ in der Salvatorkirche zu Gast haben, an der die Künstlerinnen und Künstler zum Gespräch bereit stehen. Und mit dem Gottesdienst am Sonntag, dem 10. Juli endet dann die Ausstellung.
Lassen Sie sich anregen, einen anderen als den gewohnten Blick auf die 700-Jahre alte Salvatorkirche zu werfen. Sie werden staunen! Die Werke sind vom 29. Mai bis zum 20. Juli zu den üblichen Öffnungszeiten der Salvatorkirche zu sehen.
Pfr. Martin Winterberg

Details

Datum:
29. Mai 2016
Zeit:
08:00 - 09:00
Veranstaltungskategorien:
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