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Ausstellungseröffnung „Die ganze Welt in Gottes Hand“

19. Juni 2016, 09:30 Uhr

„Von der Heilserwartung des Mittelalters zu Mercators Beschreibung der Welt“ vom 19.6. bis 8.1.2017
Eine gute Nachbarschaft prägt, befruchtet und regt an – und so ist es ein erfreuliches Miteinander, das es ermöglicht, dass anlässlich des 700-jährigen Bestehens der Salvatorkirche das Museum unter der Leitung von Frau Dr. Sommer eine große Ausstellung zu der Figur des „Salvator mundi“ durchführt. Bereits im mittelalterlichen Stadtsiegel von Duisburg ist der thronende Christus als Erlöser der Welt zu sehen. Vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammt die Figur des Weltenherrschers in der Salvatorkirche und machte diese zu einem Wallfahrtsort, zu dem die Menschen von weit her pilgerten. Der Anspruch war klar formuliert, dass über allem Weltlichen die göttliche Macht thront, die die Welt in Händen hält. Unter dieses Schutzpatronat sah sich das damalige Duisburg gestellt. Im Verlauf der Reformation wurde die Salvatorfigur jedoch aus der Kirche entfernt und gelangte auf verschlungenen Wegen bis nach Nievenheim bei Neuss. Dort wird sie bis heute als wundertätiges Christusbild in der St. Pankratius-Kirche verehrt. Anlässlich der Ausstellung wird sie in Duisburg zu sehen sein. Dass diese Leihgabe möglich wurde, verdanken wir der katholischen Kirchengemeinde von Nievenheim und der Vermittlung des Duisburger Stadtdechanten Bernhard Lücking. Um diese Figur herum rankt sich die Ausstellung und nimmt in den Blick, wie im Verlauf der Jahrhunderte die Weltkugel aus der Hand des Christus in die der Wissenschaftler wanderte, wie es das Mercator-Epitaph in der Salvatorkirche beispielhaft zeigt. Der Welterklärungsanspruch wandert aus der religiösen Sphäre in die aufklärerische Bestimmung des wissenschaftlichen Duktus. Dennoch bleibt der Anspruch dessen bestehen, wie es das Spiritual singt „he’s got the whole world in his hand“ –„Gott hält die ganze Welt in seiner Hand“, dass es Gott ist, der der Anfang und das Ende ist. Dem nachzuspüren, fordert die Ausstellung heraus. Zur Ausstellung wird ein ausführlicher Katalog erscheinen, der zugleich auch die Festschrift zum Jubiläum bildet. Er wird ab Ausstellungsbeginn für 12,90 Euro bei den Präsenzdienst-Mitarbeitenden und beim Küster in der Salvatorkirche zu erwerben sein.
Zu sehen bis zum 8. Januar 2017: dienstags bis samstags 10 bis 17 Uhr,
sonntags 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen Kultur- und Stadthistorisches Museum Johannes-Corputius-Platz 1, 47051 Duisburg

Details

Datum:
19. Juni 2016
Zeit:
09:30 - 11:00
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