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Vortragsabend „Lesben in der DDR und BRD“ – Gemeinsamkeiten / Unterschiede

29. November, 19:00 Uhr

Die „Initiative Lesben in Duisburg“ beteiligt sich auch 2018 wieder an der Veranstaltungsreihe „Queer Life Duisburg“, die diesen Titel seit 2011 trägt. Seit 30 Jahren werden in diesem Rahmen „queere“* Themen in den Mittelpunkt gerückt und damit Öffentlichkeit hergestellt.

In diesem Jahr werden zwei Vertreterinnen der Lesbenbewegung auf ihre Erfahrungen in Ost und West zurückschauen und sich und uns fragen, wie weit sind wir inzwischen mit der lesbischen Sichtbarkeit und Akzeptanz in Kirche und Gesellschaft?

Die Lesbenbewegungen in der DDR und BRD entwickelten sich zeitlich versetzt und unterschieden sich deutlich voneinander. Während in Westdeutschland seit 1974 jährliche Lesbenfrühlingstreffen stattfanden und Frauenbuchläden in Großstädten existierten, unterschiedliche Lesbengruppen aktiv waren, (autonome Lesben, Lesben und Kirche, lesbische Lehrerinnen…) konnten sich Lesben in Ostdeutschland erst zu Beginn der 1980er Jahre unter dem Dach der Evangelischen Kirche organisiert treffen. Unter diesem politischen Schutzdach der Kirche trafen sich Lesben und Schwule, um sich gegenseitig in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, zu Vorträgen, Diskussionen und kulturellen Veranstaltungen. Sie vernetzten sich und hatten auch Kontakte mit westlichen AktivistInnen. Sie wurden zu einem Teil der Bürgerrechtsbewegung und gerieten schnell ins Visier der Stasi.

Wenn auch die politischen Bedingungen in Ost und West unterschiedlich waren, so gibt es deutliche Gemeinsamkeiten in den Anliegen. Konnte mit der Wiedervereinigung eine Chance genutzt werden, Ideen und Forderungen zu entwerfen, die lesbische Sichtbarkeit und ein diskriminierungsfreies Leben im vereinigten Deutschland ermöglichte?

Zwei Referentinnen, die diese Zeit aktiv erlebten und sich einbrachten, werden in kurzen Referaten und anschließendem Austausch Unterschiede und Gemeinsamkeiten beleuchten.

Begrüßung: Pfarrerin Esther Immer
Referentinnen:
Karin Dauenheimer, Duisburg, aufgewachsen in Leipzig, ev. Theologin und Künstlerin
Dr. Marie Sichtermann, Zülpich, aufgewachsen in Kiel, Juristin, Ausstieg aus dem Beamtenverhältnis, später selbstständig.
Moderatorin: Nicole Seyffert, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Duisburg

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festivals Queer-Life-Duisburg statt.

Donnerstag, 29. November, 19 Uhr, Einlass 18.30 Uhr, Kapelle Junkernstr. 4

Ein Projekt von der Initiative Lesben in Duisburg und dem Frauenzentrum Urania, Wuppertal in Kooperation mit den Gleichstellungsstellen Duisburg und Wuppertal und der Ev. Kirchengemeinde Alt Duisburg

Gefördert durch: LAG Lesben in NRW e.V. aus Mitteln des MKFFI NRW

* lesbisch,schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell

Details

Datum:
29. November
Zeit:
19:00 Uhr
Veranstaltungkategorien:
,

Veranstaltungsort

Gedenkkapelle
Junkernstr. 7
Duisburg, NRW 47051 Deutschland

Veranstalter

Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg
E-Mail:
info@ekadu.de
Website:
www.ekadu.de